Wein des Monats

 

Philosophie der Rubrik "Wein des Monats":

 

Es sind immer Weine, die zum ständigen Sortiment gehören, also keine Restposten oder ähnliches. Die Weine werden zur Saison passend ausgewählt, d.h. Weiss- und Roséweine zur hellen Jahreszeit, Rotweine zur dunklen. Manchmal sind es auch Neuentdeckungen, die ich so protegieren möchte. Vor und nach der Monatsaktion gilt der Normalpreis...und jetzt: à votre santé...

Alle Preise der hier genannten Weine beinhalten die 19%ige Mehrwertsteuer und sind Abholpreise.

 

Weine des Monats Dezember 2017

 

Besanas Crianza 2013

Méntrida/Spanien

13,5 %

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Cabernet Franc + Sauvignon 2015

Weingut di Lenardo

Friaul/Italien

12,5 %

0,75 L

8,95 € (Normalpreis 9,90 €)

 

Wein des Monats November 2017

 

Barbera Rosso 2016

Piemont/Italien

13%

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,40 €)

 

 

Wein des Monats Oktober 2017

 

Merlot "Terroir La Grange" 2015

Languedoc/Frankreich

14 %

0,75 L

6,95 € (Normalpreis 7,40 €)

in der dekorativen 6er-Holzkiste: 44 € (Normalpreis 46 €)

 

 

Wein des Monats September 2017

 

Primitivo "Il Mio"  2015

Apulien/Italien

13,5 %

1 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

 

Wein des Monats August 2017

 

Pomponnette Rosé 2016

Gaillac/Frankreich

11,5 %

1 L

5,50 € (Normalpreis 5,90 €)

 

Wein des Monats Juli 2017

 

Grauer Burgunder 2016

A.Diehl/Pfalz

13 %

1 L

7,40 € (Normalpreis 7,95 €)

 

Wein des Monats Juni 2017

 

Valdoyeros Blanco 2016

Rueda/Spanien

Rebsorte: Verdejo

12,5 %

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Weine des Monats Mai 2017

 

'Petite Faiblesse"

      Gascogne

 

-Blanc 2016 (Sauvignon Blanc)

9,5 %

0,75 L

-Rosé 2016 (Merlot, Cabernet Sauvignon)

10 %

0,75 L

-Rouge 2015 (Malbec)

12 %

0,75 L

 

je 6,95 € (Normalpreise je 7,95 €)

 

 

Wein des Monats April 2017

 

Scheurebe 2015, trocken

Weingut Mindnich/Nahe

12,5 %

0,75 L

6,95 € (Normalpreis 7,80 €)

 

Wein des Monats März 2017

 

Aglianico del Beneventano Rosso 2015

'Indomito'

Kampanien/Italien

12,5 %

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

...weich und vollmundig, Aromen von dunklen Beeren.

 

Wein des Monats Februar 2017

 

Nero d'Avola 2014

'Lance'

Rosso

Sizilien/Italien

12,5 %

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

-deutliche Sauerkirsch- und Cranberry-Noten, würzig.

 

Wein des Monats Januar 2017

 

Sicilia Rosso 2015

'Hausmarke' in Eigenabfüllung

Sizilien/Italien

12,5 %

1,00 L

4,30 € (Normalpreis 4,70 €)

+0,30 € Flaschenpfand

Wein des Monats Dezember 2016

 

Nero d'Avola Rosso 2015

'Corte dei Mori'

Sizilien/Italien

13 %

0,75 L

6,80 € (Normalpreis 7,40 €)

in der 6er (Geschenk-...?) Holzkiste 42,00 €

 

Wein des Monats November 2016

 

Besanas Tinto Crianza 2011

Méntrida/Spanien

13,5 %

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Wein des Monats Oktober 2016

 

Bons Ventos Tinto 2014

Lisboa/Portugal

12,5 %

0,75 L

5,50 € (Normapreis 5,95 €)

 

 

Weine des Monats September 2016

 

Marsanne Blanc 2015

'Les Tannes'

Languedoc/Frankreich

13,5 %

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Pinot Noir Rouge 2015

'Les Tannes'

Languedoc/Frankreich

13,5 %

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

 

Wein des Monats August 2016

 

Pinot Grigio rosé (!) 2015

'Mannara', Venetien/Italien

12 %

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,80 €)

 

 

Wein des Monats Juli 2016

 

Grauer Burgunder 2015

Weingut Diehl, Edesheim/Pfalz

13 %

1 L

7,50 € (Normalpreis 7,95 €)

 

 

Wein des Monats Juni 2016

 

Haut-Marin Blanc 2015

Gascogne/Frankreich

Colombard/Sauvignon Blanc/Ugni Blanc

11,5%

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Wein des Monats Mai 2016

 

Valdelainos 2015

Rueda/Spanien

100% Verdejo

13%

0,75 L

6,20 € (Normalpreis 6,80 €)

 

 

Wein des Monats April 2016

 

Riesling trocken 2015

Weingut Thanisch/Mosel

12%

1,00 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

 

Wein des Monats März 2016

 

Nero d' Avola 2013/14

Corte dei Mori, Sizilien/Italien

13%

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Wein des Monats Februar 2016

 

Garnacha Tinto 2014

'Ribera del Segura', Jumilla/Spanien

13 %

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Leider spielt diese Rebsorte (in Frankreich heißt sie Grenache, auf Sardinien Cannonau) in Spanien inzwischen eine zunehmend unbedeutendere Rolle und wird, obwohl sie nach Airen und Tempranillo dort immer noch die dritt-verbreiteste Resorte ist, immer weniger angebaut, dabei liefert sie schön vollmundige, weiche Weine. Trend ist aber momentan, gehaltvollere, tanninhaltigere und 'interessantere' Weine zu erzeugen, daher wird sie zwar gerne unterstützend eingesetzt, aber leider nur als Cuveé-Anteil und seltener reinsortig.

Hier haben wir also mal einen dieser sich selbst überlassenen, weichen Weine, verführerisch nach dunklen Früchten duftend, unkompliziert genießbar und harmonisch, sowohl zur freundlichen und herzlichen Begrüßung im Mund, als auch beim reibungslosen Verlassen desselben (im Idealfall in den Magen und in die sehr bald danach lechzenden Blutbahnen, und nicht etwa in den unromantischen Spucknapf). So ist dieser Garnacha zwar ein einfacher, aber eben auch ehrlicher Wein, der einem direkt auf den Gaumen guckt und nicht irgendwelche übertriebene, blasierte Umwege geht. Eben einer dieser Weine, die man vor Ort ungefragt zum Essen auf den Tisch dazu gestellt bekommt und komischerweise, egal was es gibt, immer munden. 

Wein des Monats Januar 2016

 

Riesling 2014 trocken

Weingut Diehl, Edesheim/Pfalz

12 %

1 L

7,30 € (Normalpreis 7,80 €)

 

Entgegen der Gewohnheit, im Winter nur schwere, voluminöse Rotbrocken anzuprange(r)n, verfiel ich diesmal dieser (neben anderen...aber die gehören nicht hierher) lockenden Versuchung, einen Weisswein auf die, naja; einigermaßen große Bühne zu geleiten. Nun ist die (eigentlich ja 'der', aber das schreibt sich für mich als Hetero mit Blick auf folgenden Text so schwer) an- und aufgeführte Riesling keine, die mit trutzigem Pomp und verschwenderischem Glitzer daherkommt, also eine kapriziöse Diva ist, die mit hohen Pfennigabsätzen auf dem Parkett herumstolziert, herrisch nach mehr und hellerem Scheinwerferlicht ruft, und einen Faible für schwere, jeden noch so großen Raum einnehmenden, Düfte hat. Nein nein. Stattdessen hat er, äh sie, eher etwas (in diesem Fall...) angenehm volkstümliches, guckt einem mit festem Blick auf die Zunge und ist auch sonst geradeheraus und ohne anstrengende Allüren. Ein frischer, fruchtiger und leichter Duft umgibt ih...sie. Sie wirkt eher unkompliziert, ist praktisch nie sauer und macht es einem leicht, sie zu mögen und überall hin mitzunehmen. Also: Wohlsein!

 

Wein des Monats Dezember 2015

 

Bons Ventos Tinto 2013

Lisboa/Portugal

12,5 %

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

Wein des Monats November 2015

 

Tempranillo 2012

'Tozara'/Tierra de Castilla

13,5 %

0,75 L

4,80 € (Normalpreis 5,20 €)

 

Wein des Monats Oktober 2015

 

Cabernet Sauvignon 'Terroir' 2014

La Grange, Languedoc/Frankreich

14 %

0,75 L

6,95 € (Normalpreis 7,40 €)

Wein des Monats September 2015

 

Weißer Burgunder 2014

Weingut Zimmerlin, Bötzingen am Kaiserstuhl/Baden

12,5 %

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

Wein des Monats August 2015

 

Gascogne Blanc 2014

Domaine La Hitaire, Frankreich

Ugni Blanc, Colombard, Gros Manseng

10,5 %

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,40 €)

 

Wein des Monats Juli 2015

 

Homenaje Rosado 2014

Navarra, Spanien

Garnacha

13%

0,75 L

4,95 € (Normalpreis 5,60 €)

 

Weine des Monats Mai/Juni 2015

 

Bons Ventos Tinto 2013

Lisboa, Portugal

Castelao, Camarate, Tinta Miuda, Touriga Nacional

12,5%

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Bons Ventos Rosé 2014

Lisboa/Portugal

Castelao, Cabernet Sauvignon

12,5%

0,75 L

4,50 € (Normalpreis 4,95 €)

 

Weine des Monats April 2015

 

Rupestro Rosso 2013

Cardeto/Umbrien

Merlot, Sangiovese

13%

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,90 €)

 

Orvieto Classico (Bianco) 2014

Cardeto/Umbrien

Trebbiano/Grechetto

12,5%

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,90 €)

 

Da der April bekanntlich macht, was er will, sehe ich keinen Anlass, es ihm nicht gleich zu tun. Also hab ich diesen Monat sowohl einen roten als auch einen weißen Wein auf das Podest gehoben.

Für die kühleren Tage empfehle ich natürlich den Rotwein, der eine schöne Balance aus saftiger Fruchtigkeit und eleganter Süffigkeit hält. Glücklich sind die, die ihre bei exzessiven Genuss, der selbst nach einem vorsichtigen Antesten fast unvermeidlich scheint, genauso gut halten können.

Orvieto hat schon mal größere Zeiten erlebt; bis in die 80er war er ein typisch italienischer Klassiker: Delikat, fast markant, mit einer zarten Würze und trotzdem fein.
Dann kam die Zeit des Supermarkt-Weingeschmacks, bei dem es weniger darum ging, gute und interessante Weine anzubieten, als darum, einen hübsch stromlinienförmigen Geschmack zu kreieren; Weine, die jeder mag. Da waren die Rebsorten oder die Gegend zweitrangig, lokale Besonderheiten wurden wegvinifiziert. Alles schmeckte gleich. Furchtbar. Inzwischen gibt es neben diesen Brechstangen-harmonisierenden Allerwelts-Geschmackskonditionierungen aber wieder mehr Weine, díe eine eigene Aura haben, aufrecht für sich und  ihr Anbaugebiet stehen können und dabei dankenswerterweise wieder auf verstärktes Interesse stoßen. Das ist schön. Also: Leute, probiert mal wieder einen authentischen Orvieto Classico. Also den hier.

 

Wein des Monats März 2015

 

Inzolia Bianco 2014

Cantine Paolini/Sizilien

12%

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Neueuntdeckung aus Sizilien. Schon länger bin ich auf der Suche nach Weinen, die mal nicht 13,5% Alkohol oder mehr haben. Ob jetzt modische Trends oder die Klimaerwärmung an diesen Auswüchsen schuld sind, wage ich nicht zweifelsfrei einzuschätzen, bin ich doch weder Meteorologe/Klimaforscher noch ein Harald Glööckler (zum Glück...).

 

Der Inzolia ist normalerweise ein wenig schwerer zugänglich als, sagen wir mal, ein Pinot Grigio. Eine ungewohnt nussige Note ist immer dabei (hier ein bißchen weniger spürbar), eine gewisse Rassigkeit (soll heißen: mit Wumms. Äh, soll heißen: leichte Würze [Estragon?], gepaart mit ebensolcher Säure, was eine gewisse Komplexität ergibt, die nicht jeder bei Weisswein gewohnt ist bzw. mag) und eher wenig Frucht. Hier hat die Cantine Paolini aber mit Würze und Säure gegeizt, die Kanten etwas abgeschliffen und die Apfel- und Birnennoten herausgekitzelt, was eine schöne Jugendlichkeit hervorruft. Das alles ergibt einen frischen, gut trinkbaren Einstiegs-Inzolia. Von da an kann man sich vielleicht auch an größere Kaliber heranwagen, z.B. den Inzolia von Cusumano (den ich selbstredend auch im Programm habe), der dagegen ein bißchen erwachsener schmeckt.

 

P.S.: Es gibt auch einen Nero d'Avola vom selben Weingut, der auch nur 12% hat, und den ich parallel zum Inzolia anbieten wollte, doch leider wurde dieser zu früh abgefüllt, so dass er ein wenig schäumt. Dadurch ist der Wein zwar nicht hinüber und schmeckt auch gar nicht schlecht, nur würde er so mehr als leichter Sommerwein durchgehen. Das gilt aber nicht für die aktuelle Wetterlage, also hab ich ihn wieder beiseite gestellt.

Mal sehen, ob ich ihn jetzt günstig verkaufe oder im Sommer als besondere Hauptattraktion anpreisen werde...

 

Wein des Monats Februar 2015

 

Merlot 'Terroir' 2013

La Grange

Languedoc, Frankreich

13,5%

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Immer dieser Argwohn. Was soll das heißen; "Merlot ist doch langweilig"? Bloß weil der Weltmarkt einen mit tausenden Merlots aus allen Herren Länder überschwemmt? Und die alle irgendwie gleich schmecken? Harmlos, aussageschulterzuckend, langweilig, geschönt wirkend, massenkompatibel zusammengekloppt?

Naja, da ist ja durchaus was dran. Umso größer ist der meinige Ehrgeiz, die wohlgeformten, schimmernden Perlen unter den konfektionierten, stumpfen Murmeln zu finden. Und daher mach ich jetzt mal den Ilja:

 

"Licht aus! Womm! Spot an! Womm! Und hier ist er nun; der absolute Hauptgewinner! Hier in der heutigen Sendung: Der Merlot vom noch recht jungen Weingut 'La Grange'! Kirschig, trocken, fein und, trotz schmeichelnder Geschmeidigkeit, mit einer gewissen Länge und einem angenehm äh weichen Biss (...?)! Und ein Kofferradio gibt es auch noch obendrauf! Ist das vielleicht nichts?!"

 

Das, was diesen Wein ausmacht, ist das sich immer gut und beeindruckend kultiviert anhörende 'Terroir', was zwar jeder schon mal gehört hat, aber von dem man selten weiß, was es eigentlich wirklich zu bedeuten hat. Ich (und Wikipedia...) definiere das mal so:

"Der ganz und gar französische Begriff Terroir erfasst alle natürlichen Voraussetzungen, die die Biologie des Weinstocks und demzufolge die Zusammensetzung der Traube selbst beeinflussen. Terroir ist das Zusammentreffen von Klima, Boden und Landschaft, das Zusammenwirken einer unendlichen Anzahl von Faktoren: Nacht- und Tages-Temperaturen, Niederschlags-Verteilung, Sonnenschein-Stunden, Hangneigung und Boden-Durchlässigkeit, nur um einige wenige zu nennen. Alle diese Faktoren reagieren miteinander und bilden in jedem einzelnen Teil eines Weinbaugebietes das, was der französische Winzer Terroir nennt.“

 

Dazu kommt noch, dass das Team von La Grange bei der Lese streng selektiert und natürlich ein paar super dafür geeignete Lagen im Besitz hat. Das gilt übrigens auch für die anderen sortenreinen Weine, die dort nach demselben 'Terroir'-Prinzip produziert werden: Cabernet Sauvignon (unlängst auch schon mal 'Wein des Monats'), Syrah, Chardonnay und Sauvignon Blanc. Und alles ziemlich preiswert.

 

Also: Wer noch nie im Languedoc war, aber wissen will, wie es da ist; mit geschlossenen Augen diesen Wein trinken. Vielleicht beeinflußt das ja die nächste Urlaubsplanung.

 

Wein des Monats Januar 2015

 

Blanc de Blancs, Sekt, Brut

Gulliaume de Vergy

Burgund, Frankreich

11,5%

0,75 L

7,50 € (Normalpreis 7,90 €)

 

Silvester ist zwar vorbei, aber ich verfüge hiermit einfach. dass die Zeit des Sektes noch nicht vorüber ist. Und wer da aus der Reihe tanzt und an dieser Entscheidung herummäkelt, wird 13 Wochen in den dunklen Sektkeller gesperrt und als einzige Utensilien mit goldberandeter Sektschale und dem zwanghaft zu benutzenden Sektperlenvernichtungsquirl von WMF gefoltert. Beide sind, wie jeder weiß, absolute No-Go's der staatlich anerkannten Sektgenießer-Bruder- und Schwesternschaft. 

Unmittelbar nach Verbüßung der auferlegten Strafe kommt es ohne weitere Verhandlung zum Ausstoß aus der hiesigen Gesellschaft und zur lebenslangen Verbannung in eine Gegend, wo keinerlei Weinreben wachsen können oder der Erwerb der daraus gewonnenen Getränke exorbitant teuer ist. Spitzbergen schwebt mir da vor. Na, wie sieht's aus? Hat jemand noch Lust, guten Sekt wie den oben benannten zu verschmähen?

Wein des Monats Dezember 2014

 

Primitivo 'Doppio Passo' 2013

Apulien, Italien

13%

0,75 L

7,95 € (Normalpreis 8,60 €)

 

Ach, der Gute war ja auch schon im Dezember 2013 'Wein des Monats'. Was es also mit diesem speziellen Wein auf sich hat, entnehme man bitte an dieser Stelle.

Ergänzend merke ich mal an, dass dieser Wein mit der spürbaren Restsüsse (wahrscheinlich deswegen) hier etwas polarisiert: Entweder gehen meine Kunden wie ferngesteuert und mit glasigen Blick zu den entsprechenden Kartons, wuchten wortlos und fast mechanisch soviele davon wie möglich auf ihre Schultern und zahlen anstandslos, was immer ich verlange, oder sie gehen einen angewiderten Bogen um diese Weinkartons, machen dabei mit den Fingern das abwehrende Vampirvertreibungskreuz, gucken mich zornig bis enttäuscht oder auch gar nicht an und murmeln irgendetwas feindseliges.

Tatsache aber ist, dass er niemanden unschlüssig-lustlos die Achseln zucken lässt. Abteilung "Muss man mal probiert haben."

 

Wein des Monats November 2014

 

Tempranillo 2012

'Tozara'

Tierra de Castilla, Spanien

13,5 %

0,75 L

4,80 € (Normalpreis 5,20 €)

 

Wie der 'Besanas Crianza', der hier ja sehr beliebt ist und den ich hier auch einfach nochmal nebenbei empfehle, stammt er aus der Region Toledo, südwestlich von Madrid. Um ehrlich zu sein, ist er sogar vom selben Weingut. Man kann ihn also auch deshalb als kleinen Bruder vom Besanas bezeichnen. Wo sich der Besanas aber gelassen und ein bißchen breitbeinig ins Glas setzt, rutscht der Tozara noch ein wenig hin und her und guckt sich neugierig nach allen Seiten um: Soll ich versuchen, jung zu bleiben und noch ein wenig herumturnen, oder soll ich mich an meinen Bruder halten, es mir bequem machen und eher den Blick konzentriert in die Ferne schweifen lassen.

Spannende Phase also, in der sich der Tozara befindet. Reizvoll kommuniziert die saftige Frucht mit den dezenten Röstaromen, ohne dass es sich zum disharmonischen Tauziehen auswirkt. Dabei kommt schon eine gewisse Eleganz zu Vorschein und läßt so ein ereignisreiches Aufwachsen erwarten. Ich begleite ihn dabei gerne ein Stück, und würde mich über ein bißchen Gesellschaft freuen...

Wein des Monats Oktober 2014

 

Barbera Rosso 2013

Terre dei Roveri D.O.C.

Piemont, Italien

13%

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,40 €)

 

 

Wein des Monats September 2014

 

Cabernet Sauvignon 2013

'La Grange'

Languedoc, Frankreich

14,5%

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Einer der sortenrein ausgebauten Weine des Weinguts La Grange (oder wie der Kenner sagt: Lagrroansch) aus dem Languedoc (dito: Longedock); die anderen dieser Linie sind Merlot, Chardonnay und Sauvignon. Zuerst wollte ich ja den Merlot zum 'Wein des Monats' küren, hab mich dann aber doch für den Cabernet Sauvignon entschieden. Wahrscheinlich, weil ich den im Moment (noch..!) besser finde.

Um mal im abgehobenen Weinkenner-Jargon zu näseln: feinwürzig, mit charmanten Cassis-Noten, leichten Schokoladen-Nuancen, zusätzlich umweht diesen nach strengen Terroir-Richtlinien sorgfältig ausgebauten Rotwein ein sanfter Zedernduft.

Oder auch, frei von der Berliner äh Leber weg: Juter Wein. Kann man trinken, wa. Janz schön günstig. Hätt den teurer vermutet. Wo die Franzmänner doch ditt Wort "Schnäppchen" noch nie jehört haben. Ick gloob, da laga ick ma n paa Flaschen ein. Is bestimmt in eenem Jahr noch bessa.

 

Wein des Monats August 2014

 

Homenaje Rosado 2013

Navarra/Spanien

13%

0,75 L

5,00 € (Normalpreis 5,60 €)

 

Wein des Monats Juli 2014

 

Prosecco 'Ponte'

Frizzante

Treviso, Venetien/Italien

10,5 %

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Jaja, da war ich wohl etwas maulfaul letzten Monat. Es machte aber auch wenig Sinn, den Weissburgunder wortreich anzupreisen. Erstens ist er aufgrund seiner geringen Produktionsmenge zeitlich sowieso sehr begrenzt erhältlich, zweitens - vielleicht auch deshalb (Raritäten machen gierig) - weil die Kunden schon mit gezücktem Kellnermesser (das man übrigens gar nicht braucht, weil der Wein mit Schraub- nein; klingt vornehmer: Drehverschluß versehen ist) an die Türe klopfen, sobald die Palette vor der Tür steht.

Der Prosecco Frizzante von 'Ponte' dagegen ist immer erhältlich, ist jahrelang bewährt und ohne große Fisimatenten zu trinken. Warum ich den jetzt zum Wein des Monats küre? Na, weil ich von einem Kommissionsgeschäft noch einiges übr....weil er gut zur Jahreszeit paßt und man den treuen Konsumenten ja auch mal einen Gefallen tun kann, nicht wahr? Außerdem weiß man ja auch nicht, wie lange die deutsche Mannschaft noch im WM-Turnier verbleiben darf. Und wenn man schon was begießt, sei es das Weiterkommen oder das Ausscheiden, dann bitteschön mit meinem Prosecco, und nicht mit irgendeinem anderen dahergeflossenen Semi-Blubberwasser.

 

Wein des Monats Juni 2014

 

Weissburgunder 2013

St.Nikolaus-Hof/ Leiwen, Mosel

12,0 %

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,40 €)

 

Wein des Monats Mai 2014

 

Auxerrois 2013

Kabinett

Kaiserstuhl, Baden

12,0 %

0,75 L

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Wer es nicht weiß, braucht sich nicht zu grämen: Auxerrois ist eine eher selten angebaute Weisswein-Rebsorte. Deren Ursprung sollte mit ein bißchen Assoziationstalent schnell abgeleitet werden können. Dort wächst sie allerdings nicht mehr, stattdessen trifft man sie häufiger in Luxemburg, ein bißchen in der Pfalz, hin und wieder im Elsaß und im - tata! - benachbarten Baden an.

Geschmacklich erinnert sie etwas an einen Weissburgunder, hat aber (noch) weniger Säure. Im besten Fall (also so wie hier; ist ja wohl klar) hat der aus ihr gemachte Wein eine zarte Frucht, schmeckt frisch, ist trocken und sehr bekömmlich (vornehme Umschreibung für "kann man sich ordentlich die Kante mit geben, ohne am nächsten Morgen einen Brummschädel befürchten zu müssen").

Aufgrund der eben aufgezählten Eigenschaften macht er eine gute Figur zum Spargel, auch wenn dazu natürlich auch ein Silvaner oder Rivaner passen würde. Geschmackssache. Mir ist ein Rivaner nicht trocken genug und oft sowieso eine Spur zu weich, ein Silvaner manchmal an sich schon ein bißchen langweilig. Kann man aber trotzdem machen. Aber sowas will ich ja jetzt hier nicht verkaufen. Also bleibt meinen treuen Kunden nichts anderes übrig, als auf mich zu hören und gefälligst auf diesen hiermit sanft-aufdringlich präsentierten Wein zurückzugreifen.

P.S.: Selbstverständlich hat (na gut; nicht nur:) dieser Auxerrois natürlich auch ohne Spargel eine klar nachgewiesene Existenzberechtigung. Deshalb biete ich ihn ja auch das ganze Jahr über an. Außerdem bin ich kein besonderer Spargel-Fan. Aber das bleibt bitte unter uns.

 

Wein des Monats April 2014

 

San Nilo Rosso 2012

Latium, Italien

12,5%

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,40 €)

 

Dieser Wein, gewonnen aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot, ist weder besonders muskulös oder breitschultrig, noch hat er einen stechenden Blick oder kräftigen Wumms im Abgang. Stattdessen ist er eher ein sanfter, mittelgroßer Kerl seiner Art, geschmacklich ein Leichtgewicht (wenn auch nicht Hänfling), sympathisch und zwar nicht unbedingt Balletttänzer oder Trapezartist, aber einen freundlichen Verkäufer von biologisch angebauten Regionalprodukten auf dem hiesigen Wochenmarkt könnte er schon überzeugend verkörpern.

Ähm; soll heißen: Der Wein hat wenig Säure, ist eher leicht und süffig, dezent duftig und unbeschwert; paßt also so gut zu fast jedem Essen, macht aber auch "einfach so" Sinn. Angebaut in Grottaferrata (Colli Albani, also den Albaner Bergen), ca 20 km südöstlich von Rom, bietet die diesen Wein herstellende, biologisch arbeitende Kooperative einen erschwinglichen Vertreter der leichtlebigen italienischen Lebensart, der wir Deutsche ja alle so gerne entsprechen würden, es aber trotz so mancher grundsätzlicher Bereitschaft selten tun. Hier ist also nochmal Anschauungsmaterial. Bei längeren Genuß stellt sich unter Umständen dann auch eine gewisse Lockerheit ein, die gute Voraussetzungen für das Erreichen des Ziels bietet, ohne dass es sich am nächsten Tage rächen wird/sollte.

Wein des Monats März 2014

 

Valdoyeros Blanco 2013

Rueda, Spanien

12,5 %

0,75 L

5,00 € (Normalpreis 5,60 €)

 

Kaum ein halbes Jahr ist es her, dass die Fruchtbombe Valdoyeros schon mal 'Wein des Monats' war. Auch wenn es nicht allzu originell ist, ihn jetzt wieder zu offerieren, so kann ich doch als Begründung dafür immerhin anführen, dass dies der erste Wein von 2013 ist, den ich bekommen habe (Primeur mal ausgenommen) und ich, beflissen wie ich nun mal bin, meine Kunden natürlich darauf aufmerksam machen will. Außerdem läute ich so mal gleich eigenmächtig den Frühling ein.

Der Text vom August 2013 gilt ansonsten auch heute noch...

Wein des Monats Februar 2014

 

Inurrieta Roble 2010

Navarra, Spanien

ähm: 15%

0,75 L

6,40 € (Normalpreis 6,90 €)

 

Ein Wein wie der Februar: nicht leicht, kurz (im Fass gelagert: 6 Monate) und (trotzdem er von 2010 ist), frisch (im Geschmack). Ein schönes rubinrot im Glas, ziemlich komplex und mit vielen Fruchtnoten (der dunklen Sorte), und so memorabel wie angenehm im Abgang. Letzteres wünschen wir auch dem Februar.

Ich passe mich dann auch mal der Kürze und Dürftigkeit dieses Monats an und halte mich hiermit dementsprechend mit sonst üblichen manirierten Blabla zurück.

 

 

Wein des Monats Januar 2014

 

Merlot Primeur 2013

Languedoc (Perpignan), Frankreich

13%

0,75 L

3,50 € (Normalpreis 3,95 €)

 

Nun ja, da hab ich wohl dieses Jahr zuviel davon gekauft. Natürlich ist mir die letzten paar Jahre nicht verborgen geblieben, dass aufgrund eines auf dem Markt geschwappten inflationären Überangebots von Primeur, Novello etc. das weintrinkende Klientel davon zunehmend übersättigt war, aber da ich ja immer ein bißchen bockig optimistisch bin, ging ich davon aus, dass bei über die Jahre gleichbleibender Qualität des Primeurs (jedenfalls derer, die ich jedes Jahr kaufe...) ein gleichmäßiger Absatz möglich und sinnvoll wäre. Naja, hab ich mich wohl dieses Jahr mal geirrt. Da ich aber nicht gerne Fehler zugebe und stets versuche, negative Erfahrungen in positive umzuwandeln und Fehler auf andere schiebe, tu ich das hiermit. Einigermaßen geschickt formuliert liest sich sowas dann so:

Glücklicherweise habe ich einige Flaschen des wie jedes Jahr überaus duftigen, saftigen und frischen Merlot Primeur in das neue Jahr gerettet und biete ihn hiermit als kleines verspätetes Weihnachtsgeschenks im Januar zu einem konkurrenzlos günstigen Preis an, obwohl er auch vorher schon ausgesprochen preiswert war. Leicht gekühlt (14-16°) paßt er gut zu Pasta, Fleisch und Käse.

Mein Tipp ist übrigens: einfach eine Kiste davon dahin sperren, wo man ihn erstmal vergißt und im Sommer zufällig wiederentdecken; dann ist nämlich die manche störende aufdringliche, pubertäre Rastlosigkeit in ihm abgeklungen und  einer gewissen majestätischen Sanftheit und Vollmundigkeit gewichen, ohne an lebendiger Frucht eingebüßt zu haben. Und im Sommer kann man ihn dann auch wieder leicht gekühlt trinken. Und beim Entkorken kann man sich selber abklatschen und sich dafür loben, wie günstig man ihn im Januar geschossen hat und wie clever man mal wieder war.

Dabei aber nie vergessen, wer einem dieses Schnäppchen ermöglich hat, nicht wahr?!

 

 

Wein des Monats Dezember 2013

 

Primitivo "Doppio Passo"

Rosso 2012

Apulien, Italien

13%

0,75 L

7,95 € (Normalpreis 8,40 €)

 

Letztens mit Lebensgefährtin Url...ach, das hatten wir ja gerade...trifft ja auch ebenso zu, jedenfalls der erste Absatz...für den Rest muß ich mir wohl was neues ausdenken...da ich aber gerade nicht viel Zeit habe, mache ich es mir mal einfach und zitiere den Klappentext zum speziellen Herstellungsverfahrens dieses süffigen, vollen, konzentrierten und trotzdem weichen Weines:

"Ein Teil der Primitivo-Trauben wird in der zweiten bzw. dritten Dekade des Augusts (übrigens heißt diese Traube wegen des in der Regel frühen Lesedatums so, und nicht etwa, weil sie minderwertige Weine liefern würde - Anmerkung des Zitierers) geerntet und nach dem traditionellen Verfahren für rote Weine vinifiziert. Der Rest reift weitere 3-4 Wochen am Stock (an dem der Zitierer dieses Textes normalerweise jeden Dezember, je länger er dauert, irgendwann geht), bevor auch er geerntet und vinifiziert wird. Sobald die Gärung auf der Beerenschale abgeschlossen ist, erfolgt das "Repassare" oder "erneuter Durchgang" mit den im August geernteten Trauben. So erhält der Wein einen leicht erhöhten Alkoholgehalt (geht eigentlich, findet der Zitierer), wird dadurch extraktreicher (jawoll) und bekommt mehr Fülle (si!) und Charakter (durchaus)."

Ich ergänze noch um "Nasenwein". Er ist ein bißchen marmeladig und hat eine sanfte Restsüße (Knupper-Kirschen fallen mir dazu ein), bleibt aber trocken.

 

Ich wünsche allen Weinfreunden eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten, und einen prima Rutsch ins neue Jahr.

Wein des Monats November 2013

 

Brindisi Riserva 2009

'Terre di Montelusa'

Rosso

Apulien, Italien

13%

0,75 L

7,40 € (Normalpreis 7,95 €)

 

Letztens mit Lebensgefährtin Urlaub (...?) in Apulien gemacht. Dabei, natürlich rein zufällig, am Wegesrand entdeckt und für gut befunden (also den Wein. Meine Lebensgefährtin natürlich auch, diese allerdings schon etwas länger, und sie auch nicht am Wegesrand).

Satte Farbe, üppige Nase (der Wein, klar), mit einer dezenten Holznote und deshalb gar nicht mal so ruppig oder archaisch anmutend wie erwartet (natürlich wieder der Wein). Im Gegenteil; mit einem schönen Schmelz, samtig und trotzdem memorabel (Wein und Freundin). Der Wein (!) ist vorwiegend aus der dort beheimateten Rebsorte Negroamaro gemacht, mit kleinen Anteilen von Malvasia Nera und Sangiovese. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute diesen Wein mögen, wenn ich ihn kredenze. Meine Freundin natürlich auch. Die kredenze ich aber nicht. 

 

 

Wein des Monats Oktober 2013

 

Nero d'Avola 2012

'Corte Dei Mori'

Sizilien, Italien

13%

0,75 L

6,40 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Tja. Aufmerksamen (und daher nur jahrelangen) Lesern dieser Rubrik mag dieser Wein nichts neues erzählen, taucht er doch regelmäßig einmal im Jahr hier auf, um eigentlich unnötige Werbung für sich zu machen, ist er doch ein zuverlässiger Garant für gleichbleibende Qualität und daher den meisten meiner Kunden bekannt. Aber das bin ich bei denen ja schließlich auch. Und trotzdem kommen die meisten wieder. Gut, das mag mehr an den Weinen als an mir liegen, aber ich werde ja wohl auch mal träumen dürfen.

Ähm, zum Wein: Das Gerücht, 'Corte dei Mori' hieße übersetzt sowas wie 'Küste des Todes', ist natürlich falsch. Vielmehr heißt es 'Hof der Mauren', die hier vor ähm ein paar Jahrhunderten (um mal meine mangelhaften Geschichtskenntnisse mit dieser schwammigen Angabe zu kaschieren) über Sizilien geherrscht haben. Die Rebsorte Nero d'Avola ist hier zuhause und macht im Idealfall wie hier sehr schöne, volle, saftige und feinwürzige Rotweine (aber auch Rosé; nur mal so nebenbei. Schließlich wird Rosé viel zu wenig...ach, hatten wir ja schon, das Thema...), die ein jeder mit auch nur ein bißchen Geschmack gefälligst zu mögen hat. Und wer zählt sich schon nicht dazu?

Wein des Monats September 2013

 

Matile Rosa 2012

Umbrien, Italien

12,5%

0,75 L

4,80 € (Normalpreis 5,40 €)

 

Ach ja, Rosé hat schon ein schweres Schicksal. Entweder es wird ihm Panscherei aus Weißwein und Rotwein unterstellt (längst verboten) oder er wird nur im Hochsommer getrunken und den Rest des Jahres rücksichtslos verschmäht. Das ist ein bedauerliches Phänomen, das ich jeden Sommer beobachte. Wolkenloser Himmel: "Rosé! Gib mir Rosé! Ich will nichts anderes! Rosé ist das Größte!" Aber sobald in weiter Ferne auch nur eine einzige luftige Schleierwolke schemenhaft wahrgenommen werden kann, ist von Rosé schlagartig keine Rede mehr. Das ist schade, herzlos und ungerecht. Beim Weißwein ist ein derartig respektloses Verhalten jedenfalls nicht zu beobachten.

Also breche ich jetzt mal im eher dafür untypischen September einen Weinstock für Rosé und lasse stellvertretend für alle anderen den "Matile Rosa" auf's Parkett. Hergestellt aus den Rebsorten Merlot. Sangiovese und Cabernet Sauvignon ist er saftig und delikat geraten sowie mit einer dezenten Würze und Bittermandelnuancen gesegnet worden. So paßt er zu Salat, hellem Fleisch, mediterraner Kost oder kann auch einfach mal so getrunken werden. Probiert es! Trinkt mehr Rosé! Für ein Leben mit mehr Vielfalt! Der Rosé lebe hoch!

So, das war meine , von der anstehenden Bundestagswahl inspirierte, mit ähnlich plakativen Sprüchen garnierte, annähernd ebenso hochfachliche und doch verständliche Werbeoffensive für diesen Monat. Wählt Rosé!

 

 

 

Wein des Monats August 2013

 

Valdoyeros 2012

Rueda, Spanien

12,5 %

0,75 L

Rebsorte: Verdejo

4,95 € (Normalpreis 5,60 €)

 

Wer schon immer wissen wollte, wie es in den Tropen wohl sein muß, aber nicht dorthin fliegen kann oder will, kann diesen Monat für einmalige 4,95 € eine Flasche dieses Weins erwerben, die Augen schließen, den betörend fruchtigen Duft einatmen, dann einen tiefen Schluck davon nehmen, und flugs wähnt man sich in einer Hängematte unter zwei Maracuja-Bäumen (oder wachsen die an Sträuchern? Egal, in einem Traum ist alles erlaubt), ein paar Mangos kullern sanft den Abhang hinunter, begleitet von Kiwis und ein paar Stachelbeeren (? Gut, die sind jetzt nicht unbedingt tropisch, aber siehe oben...), die alle aufgeregt durcheinander plappern.

Und wenn man den Wein clever dosiert, kommt man mit einer Flasche am Tag hin. Und mal ehrlich; wo sonst kann man für 4,95 € am Tag einen Urlaub in den Tropen verbringen?

Der einzige Nachteil ist, dass man die ganze Zeit die Augen geschlossen halten muß. Also bloß nicht bewegen.

Wein des Monats Juli 2013

 

Haut-Marin Blanc 2012

Gascogne, Frankreich

11,5%

0,75 L

5,90 € (Normalpreis 6,40 €)

 

Wie D'Artagnan aus derselben Gegend ist das Auftreten des Haut-Marin auch eher forsch und ungeschliffen, aber sehr sympathisch. Er poltert ungestüm durch die Gassen und rempelt dabei ungeschickt alle möglichen Leute an. Aber der Erfolg gibt ihm Recht, denn alle beachten ihn, und keiner kommt ungeschoren davon. Er ist halt ein sehr präsentes Bürschchen; eine volle Frucht,  hervorgerufen durch die in der Gascogne ansässige Rebsorte Colombard (vereinzelt aber auch inzwischen in Südafrika anzutreffen - im Gegensatz zu D'Artagnan...), die an Quitte, Melone und vor allem Stachelbeere erinnert, dazu eine zwingende Frische, gepaart mit einer gewissen Süffigkeit und Leichtigkeit; alles Voraussetzungen für einen prima Terrassenschönling.

Pilger, die den Jakobsweg beschreiten, müssen übrigens höllisch aufpassen, streift die Route doch das Weingut Haut-Marin. Nicht, dass eine dort eingelegte und völlig verdiente Pause länger dauert als beabsichtigt. Oder man gleich endgültig versackt und den armen unwissenden Sündern, die schwitzend vorüberziehen, von der Gartenbank vergnügt zuprostet und man am Ende statt um 12 Kilo leichter mit 7 Klio schwererem Eigengewicht nach Hause zurückkehrt. Obwohl; zu verdenken wäre es keinem. Also muß man jenen auch vergeben. Das war ja auch schließlich irgendwie der Zweck der Reise.

Wein des Monats Juni 2013

 

Matile Bianco 2012

Umbrien, Italien

11,5%

0,75 L

4,90 € (Normalpreis 5,40 €)

 

Dieser locker fingerschnippende Weißwein kommt aus der Gegend, die betagtere Weinliebhaber mit dem mal sehr bekannten Orvieto verbinden, der heutzutage, aufgrund einer in den letzten Jahrzehnten entstandenen gewissen Beliebigkeit, etwas in Vergessenheit geraten ist. Dabei ist er (also der Matile Bianco...) von einer einnehmenden Frische, hat Anklänge an grünem Apfel und einem Hauch Ananas, bleibt dabei aber recht zart.

Apropos 'zart': Es gibt ja so besaitete Leute, die Schraubverschlüsse auf Weinflaschen verpönen. Haltet auch also fest: dieser Wein hat auch so einen. Jaja, früher war ein Schraubverschluß ein verläßlicher Indikator (neben dem kaum wahrnehmbaren Preis) für eine schlappe oder saure Soße in Flaschen, den man nur kaufte, wenn man ungeliebten Besuch für das nächste Mal vergraulen will. Aber heute, ja heute, gilt das nicht mehr. Tatsächlich. Glaubt es mir. Selbst renommierte Weingüter sind dabei, umzustellen. Das liegt vor allem an dem weltweit gestiegenen Bedarf an Kork (was auch mit den auf den Markt gedrängelten Weinanbietern aus Übersee zusammenhängt). Folge: die Qualität der Korken nimmt ab bzw sie werden knapper und teurer. Und mal ehrlich, Weinen, die in den ersten zwei, drei Jahren getrunken werden, macht ein Schraubverschluß auch nichts aus.

Gut, der poetisch ploppende Klang eines gezogenen Korkens ist dahin, und als seine unbändige eingesetzte Kraft, am besten noch in Verbindung mit einer gewissen Feinfühligkeit (das kriegen aber eh nur die besten von uns hin) demonstrierende Mann kann man nicht mehr vor den sie dafür bewundernden Frauen (zumindest tun sie so, und sei es auch nur, um uns einen Gefallen zu tun) glänzen, aber das ist doch mal eine neue Herausforderung. Also üben wir mal alle fleißig zuhause vor dem Spiegel, wie man möglichst unangestrengt, elegant aus dem Handgelenk windend und mit leicht verklärt in die Ferne schweifenden sehnsuchtsvollen, aber auch gleichzeitig lässigen Blick, es hinbekommt, eine wohlige Romantik in das eigentlich schnöde Schraubverschlußöffnen hineinzuzaubern. Vielleicht biete ich ja mal ein Seminar dafür an. Ich muß da aber auch noch ein bißchen trainieren.

Wein des Monats Mai 2013

 

Picpoul De Pinet 2012

Blanc

Coteaux du Languedoc, Frankreich

13%

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,70 €)

 

Unter diesem ausführlicheren Namen erzielt die Rebsorte Picpoul in dem winzigen Anbaugebiet nahe dem Städtchen Pinet, zwischen Béziers und Montpellier gelegen, die besten Ergebnisse. Die Weine sind von zitronengelber Farbe, mit entsprechend belebender, aber nicht aufdringlicher Säure ausgestattet, etwas herzhaft und ziemlich süffig. 

Abgesehen davon und eigentlich unwichtig für den Geschmack, aber eben schön anzugucken, zeichnet diese Weine eine traditionelle Flaschengestaltung aus; schlank und mit irgendwie romantischen Rillen und Gravuren im Glas (meine Freundin bekommt jedenfalls bei diesem Anblick immer einen verzückten Blick, den ich, nebenbei bemerkt, in letzter Zeit eher seltener ernte, was daran liegen wird, dass entweder ich in optischer Ansehnlichkeit nachgelassen habe, sprich meine Rillen und Gravuren den hohen Ansprüchen nicht mehr genügen, oder sie, was ich vermute, in ihrem bisher dioptrinneutralen Scharfblick), die aber nicht durch in diesem Lande durchaus hin und wieder anzutreffende pompöse Pomadigkeit auffällt, sondern, auch eine Seite der französischen Lebensart, unaufdringlich-erhabener Eleganz frönt (hab lange an diesem monströsen Satz gebastelt; ich hoffe, der Sinn ist trotzdem noch so erkennbar wie die Qualität des hier mehr oder weniger besprochenen Weines...).

 

Wein des Monats April 2013

 

Cantarranas

Verdejo 2012

Rueda, Spanien

12%

0,75 L

4,50 € (Normalpreis 4,95 €)

 

Hmja, ist ja eigentlich ein Sommerwein, aber je länger der Frühling auf sich warten läßt, desto trotziger werde ich. Also überspringe ich hiermit einfach die Jahreszeit, die sich dieses Mal einfach nicht zu Wort melden will. Pff.

Massive Frucht, mit Düften nach Ananas und ein bißchen Banane, dazu knackig und frischebetont (genau wie ich...). Wenn Wein ein Gesicht hätte, würde dessen Augen aufmunternd funkeln, die Wangen wären rosig und der Mund würde ein einziges Dauergrinsen sein. Das klingt zwar jetzt, als ob das ein kreuzdämlicher Gesichtsausdruck sei, aber nein, das ist die reine Frohnatur, zwar eindringlich, allerdings ohne Penetranz.

Dementsprechend paßt man sich beim Genuß dieses Weines an die Vorlage fast schon zwangsläufig an. Wenn Ihnen also in nächster Zeit mehr Leute als sonst mit dieser Miene, trotz wenig zum Anlaß gebendem Wetter, auf der Straße begegnen, dann wissen Sie, woran das liegt.

 

 

 

Wein des Monats März 2013

 

Flor de Maio

Tinto 2010

Alentejo, Portugal

13,5%

0,75 L

4,50 € (Normalpreis 4,95 €)

 

Gut, ich hätte mir das einfach machen können und den Wein im Mai anbieten können ("Flor de Maio" heißt nämlich auf englisch "Mayflower"), aber ich wollte nicht warten, da ich den Wein selber erst ein paar Wochen habe und meinem missionarischen Tatendrang nicht widerstehen konnte.

Mal ausnahmsweise nicht im Eichenfass ausgebaut, hat dieser Wein (ein Cuvée aus Syrah plus zwei autochtone portugiesische Sorten) so seinen authentischen Geschmack aus Frucht und leichter Würze unverfälscht erhalten. Seine Farbe ist rubinrot und er ist hell und klar. Ein grundehrlicher und sympathischer Wein, der in jedem Kreuzverhör von weinstudierten Geschmacks-Anwälten eine gute Figur machen würde. Schlank ist er nämlich außerdem. 

Wein des Monats Februar 2013

 

Anoranza Tinto

Crianza 2009

La Mancha

100% Tempranillo

13,5%

0,75 L

4,50 € (Normalpreis 4,95 €)

 

Zwar ist dieser Wein nicht gerade ein großer Polarisierer (man muß sich ja auch nicht immer duellieren), dafür hat er eine ansprechende Frucht, wenig Säure, feine Toastnoten (vom Fass, nicht vom Brot...) und eine angenehme, weiche Fülle, also ist man durchaus in der Lage, sich nach dem Genuß des Weines noch einigermaßen elegant aus dem gemütlichen Sessel zu erheben und sein Tageswerk, das man vielleicht eben mal ehrlich ganz unabsichtlich und sowas von kurz unterbrochen hat, fortzusetzen, ohne dabei dann allzu grobe Fehler zu machen. Genauso kann man den Wein natürlich jederzeit bei erwünschtem (!) Besuch zu beispielsweise Wurst und Käse auf den Tisch knallen und alle sind's zufrieden.

 

Wein des Monats Januar 2013

 

Prosecco 'Ponte'

Frizzante

Treviso D.O.C.

10,5%

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Ich würde sagen, wir feiern einfach den ganzen Januar weiter durch.

Nun ist Prosecco sicherlich nicht das spektakulärste Getränk der Welt und insgesamt dann doch ungerechtfertigterweise diversen böswilligen Klischees unterworfen, und, ja, ich trinke auch lieber einen prickeligeren Sekt in brut, aber als liederlicher Zeitvertreib ist Prosecco - zumindest dieser, denn es gibt durchaus lasche, dürftige und ganz und gar uninteressante Prosecco-Marken - gut zu gebrauchen.

Hm. Klingt trotzdem irgendwie hochnäsig und respektlos, oder? Also pfeifen Sie auf meine völlig unbeabsichtigten wegwedelnden Untertöne, wischen alle irritierten Zweifel beiseite und lassen Sie sich ordentlich gehen. Der nächste Weltuntergang kommt bestimmt. Prost Neujahr.

 

 

Wein des Monats Dezember 2012

 

Bons Ventos Tinto 2010

Lisboa/Portugal

13%

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Ein qualitativ krisensicherer und preisstabiler (...ach so...?) Repräsentant der unterschätzten und deshalb immer noch recht preisgünstigen Weinkultur Portugals, die ja im Gegensatz zur Haushaltssituation des Ursprungslandes nicht sturmumtost ist, sondern mit guten Winden reichlich versorgt wird (gute Winde = bons ventos...got it...?). Eine feine Würze und lockerer Abgang kennzeichnet einen hiesigen Favoriten aller, die sich gerne mal umschmeicheln lassen, ohne dass es plump oder konturlos wird. Stattdessen also ein gekonnter Eiertanz zwischen Geschmeidigkeit und Memorabiliät.

P.S.: Eine schöne Adventszeit allerseits. Mich tragen die guten Winde (...) nun wieder ins Getümmel unkoordinierter Weinbestellungen.

 

 

 

 

Wein des Monats November 2012

 

Besanas Crianza 2009

Mentrida/Spanien

13,5%

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Hmja, jetzt nicht so originell, war er doch bereits im Oktober des vergangenen Jahres Wein des Monats. Immerhin ist dies aber jetzt ein neuer Jahrgang (warum der Jahrgang 2008 schnöde übergangen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis). Weitere signifikante Unterschiede zum Jahrgang 2007 gibt es indes nicht. Vielleicht ist er in der Frucht etwas präsenter und die Weichheit ist noch nicht ganz so ausgeprägt. Aber diese kleinen Abweichungen sind nur was für penible Fragebogenausfüller. Unsereins nimmt einfach einen kräftigen Schluck und urteilt mit einem ebenso unwissenschaftlichen wie prägnanten "lecker!" darüber. Und das ist auch in Ordnung so.

 

 

 

 

Wein des Monats Oktober 2012

 

Nero d`Avola 2011

"Corte dei Mori"

Sizilien, Italien

13%

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,70 €)

 

Dieser Wein hat ich ein derart kumpeliges Verhältnis mit mir, dass er sich einmal im Jahr ganz von selber dazu anbietet, sich unter Wert verkaufen zu lassen.

Nach wie vor ist dieser Wein ein weich-feinwürziger und damit vorbildlicher Vertreter seiner Rebsorte. Geschmeidig, aber nicht beliebig. Mit Würze, aber nicht ruppig.

Ich kenne wirklich niemanden, der diesen Wein nicht mag oder ihn zumindest anerkennt. Schön, dass er mich auch mag.

 

P.S.: Wer den obenstehenden Text hier irgendwo nochmal findet, bekommt beim nächsten Kauf einen italienischen Haselnusskeks mit Scholadenfüllung namens "Baci di Gama" (="Mädchenküsse") geschenkt.

Wein des Monats September 2012

 

Syrah 2011

'La Grange'

Languedoc

14%

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,70 €)

 

'La Grange' ist ein Weingut, das viel Wert auf Terroir legt. Im Falle des Syrah heißt das u.a.: eisenreicher Schieferboden. Heraus kommt ein nach Schmauchspuren schmeckender Wein mit einigem Weinstein. Nein, das ist natürlich Quatsch: der Wein ist saftig, dunkelrot, recht lebhaft, aber mit elegantem Körper und hat auch schon für den Jahrgang 2009 beim hiesigen Preisschieß....bei der 'Berliner Weintrophy' eine Medaille für seine Treffsicherhei....für seine Ausgewogenheit und seinen unverfälschten Syrah-typischen Charakter eingeheimst.

Komisch, ich habe jetzt plötzlich Lust bekommen, mir mal wieder"Zwei glorreiche Halunken"  anzugucken. Kann man dazu diesen Syrah trinken? Man kann. Oder, Blonder?

Wein des Monats August 2012

 

Arrogant Frog Rosé 2011

Languedoc

100% Syrah

13%

0,75 L

5,80 € (Normalpreis 6,30 €)

 

Nähere (?) Beschreibung siehe August 2011. So.

Ich hab schließlich auch mal Urlaub, nicht wahr?

Und deshalb trinke ich jetzt auch im August öfter mal ein erfrischendes Glas trockenen Rosé.

Hm; welchen kann ich da denn bloß nehmen...?

Wein des Monats Juli 2012

 

Vinho Verde Branco/Rosado 2011

'Seixoso'

Quinta da Lixa/Portugal

9,5%/10,5%

0,75 L

4,95 € (Normalpreis 5,40 €)

 

Im sehr ambitionierten Vertrauen auf einen rundum gelungenen
Sommermonat Juli offeriere ich mal dessen Busenfreund Vinho Verde, den es
inzwischen auch mit Bruder/Schwester in rosé, oder richtiger: rosado zu
bestaunen gibt. Auf dass alle drei jederzeit inspiriert, stets gut gelaunt und aus
voller Kehle (tonsicher!) singend miteinander um die backofenwarmen Häuser ziehen.

Ich hab ja manchmal das Problem, dass mir so mancher Vinho Verde entweder zuviel Säure oder eine zu hohe Restsüße hat. Hier ist weder das eine noch das andere der Fall: alles mittig und stimmig; der Rosé ist ein bißchen sanfter und noch süffiger und nicht ganz so leicht im Alkoholgehalt. Beiden gemein ist natürlich die leichte Perle und typisch spritzige Frische. Das nächste Picknick kann kommen. So es denn nicht regnet...

 

Wein des Monats Juni 2012

 

Riesling 2011

Weingut Wageck Pfaffmann

Bissersheim/Pfalz

11,5%

0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,50 €)

 

Dieser trockene Riesling in Bissersheimer Lage zeichnet sich durch...wie, Sie wissen nicht, wo die Weltstadt Bissersheim liegt??? Tsts. Das ist eine pulsierende Metropole mit sage und schreibe 432 Einwohnern und ist nur ein paar Kilometer von dem vergleichsweise kümmerlichen und unbedeutenden Dorf Bad Dürkheim gelegen.

So. Nochmal: Dieser trockene Riesling in Bissersheimer Lage zeichnet sich durch eine unbekümmerte Frische, dezente Säure und ein zugängliches Naturell aus, ist also weder elitär hochnäsig noch protzig überladen. Früher sagte man dazu: ein ehrlicher, sauberer Wein.

Tja. Was soll man da noch faseln? Lassen wir es also so stehen.

Ach so, noch ein paar nüchterne (?) Fakten (!): Das familiengeführte Weingut Wageck Pfaffmann  wurde 2010 vom "Gault Millau" mit zwei funkelnden Sternen bedacht. Es ist dabei die Rede von u.a. "enorm gelungenen Rieslingen". Und das Weinmagazin "Weinwelt" zählt das Weingut 2010 zu Deutschlands besten Riesling-Machern.

Als Krönung noch ein Bissersheimer Spruch auf einer Häuserwand daselbst:

 

"Drückt dich ein Kummer,

quält dich ein Schmerz;

trink Bissersheimer Berg-Wein

und leicht wird's ums Herz."

 

 

Wein des Monats Mai 2012

 

Valdoyeros Blanco 2011

Pedro Escudero, Rueda/Spanien

12,5%

0,75 L

4,95 € (Normalpreis 5,60 €)

 

Rueda liegt zwischen Ribera del Duero und Toro und ist vor allem für seinen vollfruchtigen Weisswein aus der aromatischen Rebsorte Verdejo bekannt und beliebt.

Der Valdoyeros besteht aus 90% Verdejo und 10% Viura (Synonym für die Macebeo-Traube). Sehr präsent sind hier Noten von Maracuja, Pfirsich und Ananas (wenn man sich mit geschlossenen Augen nur dem Geschmack hingibt, wähnt man sich in einer Strandbar auf Sansibar und hört förmlich die Wellen sanft ans Ufer plätschern).

Deshalb kann man, wenn man sehr bequem ist (und die Gäste nicht zu pingelig), diesen Wein auch gleich als fertige Bowle anbieten; geht schnell, ist unkompliziert und man kann sich nicht an Fruchtstückchen verschlucken. Oder man nimmt ihn als Grundlage für die jetzt anstehende Maibowle. Die Geschmacksknospen werden explodieren. Der Preis dafür hingegen ist bei mir für den Mai hiermit implodiert. Viel Spaß.

Wein des Monats April 2012

 

Weissburgunder 2011

St.Nikolaus-Hof, Leiwen/Mosel

12%

5,40 € (Normalpreis 5,80 €)

 

Ein trockener, schöner, feinfruchtiger, frischer und süffiger Wein meines Hoflieferanten vom Rivaner, den ich jedes Jahr (nicht nur) zum Spargel anbiete. Dieser ist allerdings letztes Jahr verhagelt (also der Rivaner, nicht der Hoflieferant), so dass mir der freundliche Herr Klaus Schweicher stattdessen ebendiese andere Gutsabfüllung für einen sonst nicht ganz so üblichen günstigen Preis, wie sagt man; überlassen hat...

Da das Weingut vom St. Nikolaus-Hof aber nie die großen und damit die Qualität verwässernden Mengen produziert, muss ich hiermit leicht bedauernd mitteilen: Nur solange Vorrat...meine erhaltene Menge sollte (?) aber bis ca. Juli/August reichen.

Wein des Monats März 2012

 

Primitivo 2010

'Mezzogiorno'

12,5%

Apulien, Italien

4,95 € (Normalpreis 5,50 €)

 

Würzig-rauchig wie mein Benehmen, dunkel wie meine Seele und Aromen nach schwarzen Beeren machen den Wein zu einem idealen Partner zu z.B. gegrilltem Fleisch, aber auch zu mir, obwohl ich sicher mal in der Hölle brennen und dann auch dazu werde, weil ich speziell diesen Wein erst so spät entdeckt habe. Mir gefällt dieser ökologisch an- und ausgebauter Wein jedenfalls besser als der (auch nicht schlechte!), den ich bisher geführt habe. Er hat dieses rustikale, animalische und authentische Element, das ich an den Rotweinen aus dem Süden Italiens so liebe. Mal abgesehen von den teilweise recht günstigen Preisen, an denen ich meine Kunden (viel zu) gerne teilhaben lasse.

Wein des Monats Februar 2012

 

Shiraz 2009

'Stonefish'

14 %

Hunter Valley, Südost-Australien

5,80 € (Normalpreis 6,50 €)

 

Jaja, ich weiß; Weine aus Übersee?? Wer braucht das? Wir sitzen doch hier in Europa und haben alles, was wir brauchen. Ich hab da ja auch immer so meine Bedenken, aber letztendlich siegt dann doch die Neugier. Und mein nur mit Schiff operierender Importeur hat mir aufgezeigt, dass z.B. der Import von Wein aus Südafrika nach Frankfurt im CO2-Ausstoß kaum höher ist als der mit LKW von Madrid nach Dortmund. Und Kaffee aus Nicaragua wird hier schließlich genauso getrunken wie Kiwis aus Neuseeland gegessen; da wird schließlich auch nicht gemeckert. Also: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.

Aber jetzt zu dem, um was es hier gehen soll: Das Genussmittel Wein. Der, wie sagt man da; Winemaker hier heißt Rex D'Aquino und ist der Enkel des aus Sizilien stammmenden (Puh, immerhin; doch ein wenig Europa...) Gründers Camello.

Der Wein selber ist nicht gerade leicht, hat eine für den Shiraz (oder in Europa: Syrah) typisch würzige Frucht und ein ziemlich vollmundiges Aroma mit leichten Barrique-Tönen. Also nicht unbedingt ein Wein, den man so nebenher und unaufmerksam wegschlürft, sondern sanft aber nachdrücklich um Beachtung bittet und vielleicht auch nicht gerade besonders schlank ist. Ach, sind wir doch ehrlich: Das ist eine echte Wuchtbrumme. Trotzdem aber auch anschmiegsam, wenn sich der Wein erstmal dazu bereiterklärt. Das dauert meist so eine Stunde bis manchmal sogar einen halben Tag. Aber dann kann man schön mit ihm vor dem Kamin kuscheln.

Wein des Monats Januar 2012

 

Tempranillo 2010

'Albae'

13,5%

Tierra de Castilla, Spanien

4,80 € (Normalpreis 5,30 €)

 

Ein Spanier mal ohne Wucht und animalische Kraft, dafür eher fruchtig, weich, mild und mit ein wenig Restsüße, aber noch trocken. Manche nennen Weine mit solcher Ausprägung auch "feminin". Und in der Tat ist auch hier zu beobachten, dass diese Art Geschmack gerne beim von uns Männern völlig zurecht umworbenen weiblichen Geschlecht hohen Anklang findet. Ein Charmeur mit sanftem Timbre in der Stimme (Bukett), dabei sonor alle empfänglichen Rezeptoren (Gaumen und was so dazugehört) umschmeichelnd und mit durchaus selbstbewußten Auftreten (im Abgang). Mir - ganz ehrlich -  ein wenig zu einladend und gefällig und mit zuwenig Kanten, aber schließlich will man als Kavalier ja die Frauen möglichst oft freudig frohlockend und glücklich lächelnd sehen.

Wir Männer bleiben dann eben (heimlich!) bei einem ruppigeren, widerstandsfähigeren Tinto aus, sagen wir, Alicante und hoffen auf den Wein des Monats Februar.

Wein des Monats Dezember 2011

 

Carignan 2010

12%

Herault, Frankreich

6,50 € (Normalpreis 6,95 €)

 

Diese Rebsorte gehört zwar zu den weit verbreitetsten der Welt, trotzdem kennt sie kaum jemand. Das hat zwei Gründe: Erstens ist sie sehr ertragreich, zweitens gilt sie nicht als besonders fein oder aromareich. Deshalb wird sie selten reinsortig abgefüllt, sondern oft als Cuvée-Anteil verwendet.

Dieser hier bildet eine löbliche Ausnahme der Regel und beweist, dass auch diese Traube, wenn sie geschickt behandelt wird, zu für sich selbst gut dastehenden Ergebnissen führen kann. Warm und voll im Mund, mit einer feinen Würze und dem Geschmack nach dunklen Beeren, dazu mit 12% auch einer der wenigen Rotweine, die mal nicht dem gerade modischen Wahn der größtmöglichen Schwere und Fülle erliegt. Eher elegant, aber spürbar, trippelt er an allen Geschmacksrezeptoren vorbei, wedelt vorher einem mit seinem fruchtig-dezentem Bukett vor der Nase herum, um schließlich einen memorablen, aber nicht erschlagenden und (für den Weinliebhaber) nur vorläufigen Abgang hinzulegen.

Kleine Notiz am Rande: Der Wein ist im ökologischen Anbau entstanden, was natürlich keine Garantie für einen besser schmeckenden Wein darstellt, aber eben auch kein Beweis für die inzwischen hoffentlich überholte Meinung ist, dass Weine aus biologischen Anbau per se nie so besonders sind.

Übrigens läuft dieser Wein (neben fünf anderen) unter dem Namen 'Vinifera', was allerdings mal nichts mit mir zu tun hat, sondern das Konzept der Weinmacher illustrieren soll, die Rebsortenvielfalt und damit die Individualität des Weingeschmacks in den Mittelpunkt zu stellen. Und deshalb steht dieser Wein jetzt auch bei mir da: im Mittelpunkt.

Wein des Monats November 2011

 

Brindisi Riserva 2006

Negroamaro, Sangiovese, Malvasia

13%

Apulien, Italien

5,95 € (Normalpreis 6,50 €)

 

Das Weingut beschreibt diesen Wein u.a. mit "attraktive Fruchtnoten von Weichselkirsche und Pflaume". Weichselkirsche? Nie gehört. Aber kein Grund, sich verschüchtert in den Sessel zu graben, der sich im Übrigen recht gut zu diesem Wein macht. Also flugs den Korken (naja: Kunststoff) ziehen und die vielfältigen Düfte nach dunklen Früchten wahrnehmen. Übrigens ist vor allem der der Kirsche sehr deutlich, und wenn ich mich nicht täusche, ist das sogar die berühmte Weichselkirsche, die da ihren unnachahmlichen Duft verbreitet.

Unabhängig davon ist das ein sehr schöner, leicht feuriger und dunkler Rotwein, der eine weiche Fülle aufweist, fast komplex ist. Da der Wein aber schon ein paar Jahre geruht hat, setzt sich doch langsam eine gelassene Gesetztheit durch. Womit wir wieder beim Sessel wären. Also: Hinsetzen, Beine hoch, schöne Musik an, und wer sich traut, versucht ruhig einmal, dabei hin und wieder an etwas dunkler Schokolade zu knabbern.

Wein des Monats Oktober 2011

 

Besanas Crianza 2007

Cabernet Sauvignon, Tempranillo

13,5 %

Méntrida/Spanien

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Méntrida ist eine eher kleine D.O.-Region südöstlich von Madrid und direkt über La Mancha. Der Name "Besanas" setzt sich aus den spanischen Begriffen "Beso" (=Kuss) und "Sana" (=gesund) zusammen.

"Ach was!" würde da der selige Loriot in seiner unnachahmlichen Mischung aus bassem Erstaunen, leicht skeptischen Argwohn plus einer Prise einen anstupsenden Spott ausrufen. Hätte er ihn allerdings probiert, würde er sofort losziehen und den Wein als uns bekannter Vertreter bei nichtsahnenden, aber dafür stets Schnittchen bereithaltenden Hausfrauen anpreisen. Und er täte gut daran, denn dieser Wein hat einen sanften, aber nicht zu geschmeidigen Schmelz, und einen leicht rauhen aber nicht ruppigen Charme. Der Körper ist voll und weich, der Nachhall lang und angenehm. In der Nase kulminieren Düfte von dunklen, reifen Beeren mit warmen Vanille- und Kaffeenoten zu einem kommunikativen, einladenden "ein Glas wird da wohl nicht reichen". Es stehe auf, wer mir da zu widersprechen mag.

Wein des Monats September 2011

 

Nero d`Avola 2009

"Corte dei Mori"

Sizilien, Italien

13%

 6,20 € (Normalpreis 6,70 €)

 

Dieser Wein hat ich ein derart kumpeliges Verhältnis mit mir, dass er sich einmal im Jahr ganz von selber dazu anbietet, sich unter Wert verkaufen zu lassen.

Nach wie vor ist dieser Wein ein weich-würziger und damit vorbildlicher Vertreter seiner Rebsorte. Geschmeidig, aber nicht beliebig. Mit Würze, aber nicht ruppig.

Ich kenne wirklich niemanden, der diesen Wein nicht mag oder ihn zumindest anerkennt. Schön, dass er mich auch mag.

 

Weine des Monats August 2011

 

Arrogant Frog

Blanc/Rosé/Rouge

Languedoc/Frankreich

5,80 € (Normalpreis 6,30 €)

 

Tja. Da man sich dieses Jahr nicht sicher sein kann, wie das Wetter sein wird, habe ich aus Verzweiflung oder Cleverness (je nachdem) dieses Mal drei Weine aus jeder machbaren Kategorie ausgewählt; einen roten, einen weißen, einen Rosé...

Im Newsletter nebenan werden der Rouge und der Blanc bereits beschrieben, also hier nur ein paar Worte zu dem neu dazugekommenen Rosé:

Aus 100% Syrah hergestellt hat er Frucht, viel Frucht und nochmal Frucht. Selbstverständlich ist er trocken, durchaus intensiv, hübsch blumig und Kirschen und ein wenig Toffee fallen mir auch noch dazu ein. Jedenfalls kein langweiliger Rosé.

 

Wein des Monats Juli 2011

 

Homenaje Rosado

Garnacha

13%

Navarra/Spanien

4,95 € (Normalpreis 5,60 €)

 

Ein trockener Rosé mit vollfruchtiger Note, die ein wenig an Himbeer erinnert. Frisch und voll, ohne überladen zu wirken. Der bei meinen Kunden beliebteste Rosé. Das kann aber auch (zusätzlich...hoffe ich) an der futuristischen Flaschenform liegen (siehe Bild vom Juni 2009 in dieser Rubrik).

 

Wer von nur leicht fruchtigen und manchmal etwas arg neutralen Rosé-Weinen gelangweilt ist oder ein diesbezügliches Vorurteil gegen von ihnen sowieso verpönte Rosés pflegt ("Das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes!"), soll hier nach dem Genuss dieses Weines das nochmal wiederholen, ohne ros...pardon; rot zu werden (oder zu lallen, weil die Flasche flugs und natürlich völlig unbeabsichtigt leer geworden ist).

Wein des Monats Juni 2011

 

Riesling 2009

Trocken

12%

Weingut Wageck Pfaffmann

Bissersheimer Goldberg, Pfalz

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Bissersheim ist ein kleiner...also sehr kleiner Ort in der Nähe von Bad Dürkheim.

Dieser Riesling ist eher frucht-, denn säurebetont, was z.B. mehr Struktur gewöhnte Rheingau-Riesling-Freunde zurückschrecken mag, aber die, die zwar Riesling als Traube mögen, aber die Säure nicht vertragen, eine willkommende Gelegenheit bietet, einen runden und kumpeligen Riesling zu verkosten.

 

 

 

 

Wein des Monats Mai 2011

 

Haut-Marin 2010

Colombard

11,5%

Cotes de Gascogne

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Ein überaus frisch-fruchtiger Wein, zu 100% aus der in Frankreich nicht (mehr) so häufig anzutreffenden Rebsorte Colombard. Aromen von Holunderblüten, Stachelbeeren, Birnen, Ananas und Zitrusfrüchten machen ihn zu einem sehr präsenten, aber nicht aufdringlichen Wein, der auch als Schorle eine gute Figur macht, weil seine Knackigkeit einfach nicht äh zu knacken ist.

Zugegeben: Er polarisiert etwas, aber, sagen wir, 8 von 10 potentiellen Konsumenten finden ihn super. Die anderen beiden sagen: Geh mich weg damit; das ist mir zu zupackend. Aber ich finde beschäftigungsintensive Weine immer interessanter als stromlinienförmige. Das ist wie im Leben.

 

Wein des Monats April 2011

 

Rivaner 2010

Trocken

12%

St. Nikolaus-Hof,

Leiwen/Mosel

4,95 € (Normalpreis 5,60 €)

 

Ein schöner, äußerst süffiger Weisswein. Mit frischer Frucht, sehr harmonisch und überaus weich. Überhaupt keine Säure, also gerade noch trocken...

Rivaner ist übrigens eine Alternativ-Bezeichnung zum Müller-Thurgau, die ursprünglich aus Luxemburg kommt und ein nicht uncleverer Winkelzug der deutschen Winzer ist, das (zurecht) ramponierte Image des Müller-Thurgau aufzuwerten und sich, wie in diesem Fall auch zurecht, von dem immer noch oft erzeugten Allerweltsgeschmack mancher ungeliebten und lieblosen Kollegen abzugrenzen.

Wein des Monats März 2011

 

Senorio de Los Llanos

Reserva 2006

Tempranillo

12,5%

Valdepenas, Spanien

4,95 € (Normalpreis 5,40 €)

 

Hm. War auch schon im Oktober 2010 Wein des Monats.

Nicht, dass man denkt, mir fiele kein Wein mehr ein, den ich hier protegieren will, aber als Dienstleister muss man eben mal ab und zu auch auf die Wünsche der Kunden eingehen...

Immerhin braucht man für eine nähere Beschreibung des Weines diesmal nicht ganz so weit runterscrollen wie beim letzten Wein des Monats... 

Wein des Monats Februar 2011

 

Nero d´Avola 2009

"Corte dei Mori"

Sizilien, Italien, 0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,70 €)

 

Tja. Einmal im Jahr muss er wohl in diese Rubrik. Näherer Text dazu siehe "Wein des Monats Dezember 2009/Januar 2010."

Wer nicht scrollen will:

Super-geschmeidiger, trockener Rosso, feinwürzig und weich. Einer der Bestseller hier.

Wein des Monats Januar 2011

 

Merlot

Rouge 2009

Terroir "Pabira"

13,5%

Languedoc, Frankreich

5,95 € (Normalpreis 6,50 €)

 

"La Grange" ist ein junges Team im Languedoc, das viel Wert auf ihr Terroir legt und eine ganze Serie von Weinen nach diesem Prinzip herstellt. Schon im September 2010 hatte ich einen Bruder, den Syrah, aus dieser Serie zum Vorzugspreis anbieten können. Dieses Mal ist es dann der weder teurere noch weniger gute Merlot.

Dieser Wein hat einen für die Traube typischen Kirsch-Paprika-Duft, ist elegant, hat viel Länge und ist bei aller Harmonie komplex.

"Hallelujah, endlich mal wieder ein guter und dabei erschwinglicher Merlot" möchte man da begeistert ausrufen, was hier aber nicht so richtig zu hören ist, also schreib ich es eben.

Wein des Monats Dezember 2010

 

Syrah

Rosso 2009

13,5%

Sizilien, Italien

6,50 € (Normalpreis 7,40 €)

 

Ein körperreicher, gut strukturierter Wein mit einem angenehm würzigen Hauch nach schwarzem Pfeffer und Thymian. Dazu feine Noten von Waldbeeren. Ein schöner weicher und doch komplexer Tropfen mit allem, was man zurecht erwartet, wenn man ent- wie gespannt im Ohrensessel vor dem knackend-prasselnden Kaminfeuer sitzt und von der Küche der Bratenduft hinüberweht, die Töpfe verheißungsvoll klappern hört und man also demnächst mit einem rundum gelungenem Mahl rechnen kann.

Der Genuss des Weins funktioniert natürlich auch ohne Töpfe und Kamin... 

Wein des Monats November 2010

 

Bons Ventos

Tinto 2008

Castelao (=Periquita)

12,5%

Estremadura, Portugal

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Feinwürzig, weiche Frucht, kleine Süßholznote, dabei aber trocken, keine Sorge.

Bei der Traubenangabe oben war ich etwas unpräzise, weil es eigentlich ein Cuvee aus vier autochtonen Rebsorten, die eh nur wenige kennen (?), ist, was dem Genuß dieses geschmeidigen Weines aber keinerlei Abbruch tut.

Überhaupt muss ich mal ein Weinthermometer für die portugiesischen Weine an sich brechen; dort machen sie Superqualitäten für sehr erschwingliche Preise. Wär schön, wenn dieses Weinland mal mehr Beachtung finden würde....obwohl; die Preise dann...nee, vergessen wir es...

P.S.: Entschuldigung für das schlechte Foto. Aber schließlich muß der Wein ja ein Geheimnis bleiben, wegen siehe oben.

Wein des Monats Oktober 2010

 

Senorio de Los Llanos

Reserva 2005

Tempranillo

12,5%

Valdepenas, Spanien

4,95 € (Normalpreis 5,40 €)

 

Ein Klassiker, hier im Geschäft wie auch in Spanien: weiche Würze, gepaart mit einer schönen Frucht und einer gewissen Tiefe, dabei nicht zu kräftig, aber auch nicht belanglos und etwa schnell dem Vergessen anheim fallend.

Wenn ich diesen Wein irgendwo einmal anbiete, mache ich mir jedenfalls nie Sorgen, ob der vielleicht nicht so gut ankommen könnte. Daher schlafe ich immer gut: die Nacht vor solchen Gelegenheiten, und nach dem Genuss des Weines ja nun sowieso...

 

 

Wein des Monats September 2010

 

Syrah 2009

Terroir Cabanisse

13 %

Languedoc, Frankreich

5,95 € (Normalpreis 6,50 €)

 

Ein schöner saftiger Rotwein, mit elegantem Körper, feiner Sauerkirschnote, eingebunden in einem harmonischen Ganzen. Süffig, aber mit Struktur, die einem sagt, daß man sich doch bitteschön trotz aller Geschmeidigkeit um einen kümmern soll.

Ein, vor allem für einen Franzosen, erstaunlicher Preis-/Leistungsschlager, der in jede ordentliche Top Ten gehört. Allerdings noch ein Geheimtipp. Wenn er jedoch erstmal mehr Gaumen umspielt hat, wird sein unaufhaltsamer Aufstieg beginnen. Probieren Sie und Sie können in einem halben Jahr ihrem Umfeld sagen, daß Sie diesen Wein ja schon längst kennen und überhaupt schon immer gesagt haben, daß die Syrah-Traube eine der besten ist.

 

Wein des Monats August 2010

 

Haut-Marin 2009

100% Colombard

11,5 %

Gascogne, Frankreich

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Einmal im Jahr muss es sein, dass dieser Tropfen "Wein des Monats" wird. Wer ihn schon kennt (das sind die meisten meiner Kunden) freut sich. Wer ihn bisher noch nicht kannte, wird schnell Freundschaft schließen: Frische, präsente (Zitrus-) Frucht, etwas aromatisch, dabei sehr bekömmlich und leicht.

 

Wein des Monats Juli 2010

 

Valdelainos 2009

100% Verdejo

13%

Rueda, Spanien, 0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,50 €)

 

Der "grosse" Bruder des "Wein des Monats Mai 2010". Im Unterschied zu jenem ist dieser hier reinsortig aus der Rebsorte Verdejo, die immer sehr fruchtig-knackige Weine garantiert.

Der Geschmack ist also vollfruchtig, erfrischend und mit präsenten, aber ausgeglichenen Birne-/Quitte-Noten.

 

Wein des Monats Juni 2010

 

Chardonnay 2009

Vin de Pays "La Romane"

12,5 %

Val de Loire, Frankreich, 0,75 L

4,70 € (Normalpreis 5,20 €)

 

Viele Worte machen nicht unbedingt immer viel Sinn.

Also: ein trockener, frischer Weisswein mit weicher Frucht. Dieser runde, schöne Wein gibt einem eigentlich keinen Grund, sich ihm entgegenzustellen.

 

Wein des Monats Mai 2010

 

Valdelainos 2009

50% Verdejo und 50% Viura

13 %

Rueda, Spanien, 0,75 L

4,95 € (Normalpreis 5,60 €)

 

Ein fröhlicher, lebenslustiger Weisswein aus einer der interessantesten Weisswein-Gebiete Spaniens (soviele gibt es da ja nicht). Duftig, frisch und schmeckt, obwohl mit nicht gerade leichten 13% gesegnet, süffig und läßt sich trotz eines gewissen Widerstands gerne trinken. Deutliche Pfirsicharomen laden zum bedenkenlosen und ausgiebigen Genießen ein. Sehr schön zu allen Meeresfrüchten und zu Salaten. Aber auch als Weinschorle verliert er nicht an Geschmack.

 

 

 

Wein des Monats April 2010

 

Riesling

2008, trocken

11,5 %

Trier, Mosel, 0,75 L

4,95 € (Normalpreis 5,80 €)

 

Von der Staatlichen Weinbaudomäne Trier. Eine frisch-fruchtige Gutsabfüllung mit feiner Säure, dabei süffig und leicht. Der Frühling kann also kommen.

Mit der silbernen Kammerpreismünze ausgezeichnet. Na also. Wer sagt denn, dass prämierte Weine immer viel Geld kosten müssen?

Wein des Monats März 2010

 

Azagador

Crianza 2007

80% Tempranillo, je 10% Cabernet Sauvignon/Merlot

La Mancha, Spanien, 0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,90 € bzw. siehe unten)

 

Ein weicher Tinto mit feiner Würze und intensiven Beerenaromen, dabei elegant und unaufdringlich.

Eigentlich wollte ich ja im März einen Weißwein als Wein des Monats präsentieren, um so zu tun, als ob schon Frühling wäre. Doch vor kurzem erhielt ich die Schreckensmeldung aus Spanien, daß dieser Wein umgehend so teuer wird, daß auch ich nicht umhin komme, ihn von 5,90 € auf 6,70 € erhöhen zu müssen, was dem Wein zugegeben immer noch gerecht wird. Also hab ich mir noch einiges zum alten Preis gesichert und, ich schreib's mal marktschreierisch, hau den noch einmal - mit Träne im Knopfloch  - zum dann, nicht nur rückblickend, absoluten Dumpingpreis raus...

 

 

Wein des Monats Februar 2010

 

Anoranza Tinto

Crianza 2005

Tempranillo

La Mancha, Spanien, 0,75 L

4,50 € (Normalpreis 4,95 €)

 

Mittelkräftig, mit weicher Frucht und einer freundlich-einladenden Geschmeidigkeit. Typisch La Mancha. Eigentlich sowieso schon viel zu günstig...

 

Wein des Monats Dezember 2009/Januar 2010

 

Nero d´Avola 2008

"Corte dei Mori"

Sizilien, Italien, 0,75 L

5,95 € (Normalpreis 6,70 €)

 

Ein Bestseller. Weil ja bald Weihnachten ist...

Eine schöne ausgeglichene Würze, eingebunden in eine weiche Geschmeidigkeit machen ihn zu einem hier seit Jahren sehr beliebten Rotwein. Nahezu universell einsetzbar, ohne langweilig oder zu gefällig zu sein, oder, noch schlimmer (...), "gut gemacht" zu wirken, wie man leider oft bei diversen (Supermarkt-) Überseeweinen den Eindruck hat.

 

 

 

 

 

Wein des Monats November 2009

 

Senorio de Los Llanos

Reserva 2004

Tempranillo

Valdepenas, Spanien, 0,75 L

4,95 € (Normalpreis 5,40 €)

 

Ein weicher, vollmundiger Weine mit Vanilletönen und angenehmer Frucht. Ein guter Allrounder, sowohl zum Essen geeignet wie auch in trauter Zweisamkeit; nur der Wein und ich...

Einer der Bestseller hier, der im Programm ist, seitdem er in Deutschland auf dem Markt ist (so weit ich mich erinnere seit ca. 1986). 

Etwas salopp gesagt: Kann man nix mit falsch machen...

Wein des Monats Oktober 2009

 

Anoranza Tinto 2008

Shiraz/Cabernet Sauvignon

La Mancha, Spanien, 0,75 L

4,20 € (Normalpreis 4,50 €)

 

Fruchtig-weicher Rotwein, harmonisch und süffig. Anspruchslos, aber nicht langweilig, mit einer schönen vollen Frucht und wenig Tanninen. Ausnahmsweise mal nicht im Fass ausgebaut, ist er ein angenehm zu trinkender, fast leicht schmeckender Rotwein, geschmeidig und rund. Wenn einem ein Primeur zu "frisch" schmeckt, einem aber von der Grundnote her gefällt, kann man hiermit glücklich werden, weil der Anoranza trotz aller Frucht auch einen gewissen Körper hat.

 

 

 

Wein des Monats September 2009

 

Riesling trocken

Pfalz, Deutschland

0,75 L

5,40 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Sauberer, fruchtiger Riesling mit typischer leichter Säure. Erfrischend und bekömmlich. Vom Weingut Pfaffmann aus Bissigheim, nahe Bad Dürkheim. Zudem recht preiswert (schon zum Normalpreis...).

Wein des Monats August 2009

 

Rivaner trocken

Leiwen, Mosel, 2008

0,75 L

4,95 € (Normalpreis 5,40 €)

 

Leichter (12%), feinfruchtiger Weisswein vom St. Nikolaus-Hof in Leiwen, mit einer gewissen Restsüsse, aber gerade noch trocken. Ein unkomplizierter, frischer und blumiger Wein, der keine großen Ansprüche stellt, aber im Sommer jederzeit eine gute Figur macht.

Wein des Monats Juli 2009

 

Prosecco Frizzante

Venetien, Italien

0,75 L

5,40 € (Normalpreis 5,80 €)

 

Ein frischer, leichter (10,5%) Perlwein, spritzig und blumig-zart. Allen, denen Prosecco oft nicht trocken genug ist; hier ist mal einer mit lediglich 4,5g Restzucker/1 L (üblich sind ca. 9g/1L). So macht Prosecco Spaß.

 

 

 

 

Wein des Monats Juni 2009

 

Homenaje Rosado 2008

Navarra, Spanien

0,75 L

4,75 € (Normalpreis 5,20 €)

 

Trocken, mit voller Frucht, frisch, aus der zu Unrecht manchmal im Schatten der berühmteren Tempranillo-Traube stehende (nicht bildlich...) Rebsorte Garnacha.

Aktuell 90 Punkte im renommierten Weinführer Spaniens (Penin). Dieser delikate Wein wurde zum besten Rosé aus der Navarra (traditionell immer für guten Rosé bekannt) für 2009 gewählt.

Seit Jahren ein qualitativ gleichbleibend zuverlässiger Roséwein, ohne auch nur eine Spur designt zu wirken. Authentisch und typisch für die Region. So soll es sein.

 

Wein des Monats Mai 2009

 

Haut-Marin 2008

Vin de Pays, Gascogne

0,75 L

5,50 € (Normalpreis 5,95 €)

 

Ein vollfruchtiger, trockener Wein aus der Colombard-Traube mit sehr präsenten Zitrusnoten, aromatisch, dabei frisch und leicht. Ein schöner Wein, um den Sommer zu begrüßen.